13. Oktober 2026
WordPress-Hosting-Vergleich: 10 Anbieter im Praxistest mit echten Ladezeiten
Welcher WordPress-Hoster ist der beste? Die ehrliche Antwort hängt davon ab, was du vorhast. Deshalb habe ich nicht nur Datenblätter verglichen, sondern dieselbe WordPress-Seite bei zehn Anbietern installiert und gemessen, wie schnell der Server antwortet: vom Shared Hosting für ein paar Euro über Managed Cloud Hosting bis zum eigenen Server mit Verwaltungspanel.
Als Testobjekt diente mein Affiliate-Projekt Nitro.RS mit Elementor, SEO-Plugin und vielen Bildern. Alles andere als eine optimierte Seite, und damit ziemlich nah an dem, was auf vielen WordPress-Installationen tatsächlich läuft. Neben der Performance habe ich mir Bedienung, Preise und Funktionsumfang angesehen, etwa ob ein E-Mail-Postfach dabei ist. Gemessen habe ich im September 2025; alle Preise in diesem Artikel haben denselben Stand.
Meine Empfehlungen auf einen Blick
| Du suchst … | Meine Wahl | TTFB (leeres WordPress) | Preis |
|---|---|---|---|
| Günstiges Hosting für Blog, Verein oder Hobbyprojekt | Netcup* | 151 ms (Cache aktiv) | ab 2,17 €/Monat |
| Schnelles Hosting für eine Business-Website oder einen Shop | Raidboxes* | 100 ms | Starter 22 €/Monat |
| Mehrere Websites, managed, aber mit Freiheiten | Cloudways* | 104 ms | ab 14 $/Monat |
| Maximale Leistung und volle Kontrolle | Ploi* mit Vultr High Frequency* | 73 ms | Ploi ab 0 €, Server 24 $/Monat |
Die zehn Kandidaten habe ich in drei Kategorien eingeteilt, weil sie sehr unterschiedliche Leute ansprechen:
- Shared Webhosting für Einsteiger: Netcup, All-inkl, Ethernetservers und IONOS
- Managed Cloud Hosting für Business-Websites: Raidboxes, Cloudways und Kinsta
- Eigener Server mit Panel für Profis: Ploi mit Servern von Vultr und Hetzner

Performance-Test: So schnell antworten die Hoster
Gemessen habe ich vor allem die Time to First Byte (TTFB), also die Zeit, bis der Server die erste Antwort schickt. Bei WordPress steckt darin die Arbeit, die PHP und Datenbank leisten, um die Seite zusammenzubauen. Damit ist die TTFB ein guter Gradmesser dafür, wie viel Leistung du für dein Geld bekommst. Die Gesamtladezeit habe ich zusätzlich notiert.
Test 1: leere WordPress-Installation
WordPress mit dem Standard-Theme, ohne Plugins außer Query Monitor:
- Vultr HF (Ploi) TTFB: 73 ms Ladezeit: 236 ms
- Raidboxes TTFB: 100 ms Ladezeit: 316 ms
- Cloudways TTFB: 104 ms Ladezeit: 283 ms
- Netcup (Cache aktiv) TTFB: 151 ms Ladezeit: 329 ms
- Hetzner CCX13 (Ploi) TTFB: 151 ms Ladezeit: 345 ms
- Kinsta TTFB: 198 ms Ladezeit: 463 ms
- Hetzner CPX11 (Ploi) TTFB: 219 ms Ladezeit: 455 ms
- All-inkl TTFB: 245 ms Ladezeit: 483 ms
- Ethernetservers TTFB: 379 ms Ladezeit: 585 ms
- IONOS TTFB: 595 ms Ladezeit: 779 ms
Der Vultr-Server mit High-Frequency-CPU liegt vorn, Raidboxes und Cloudways folgen dicht dahinter. IONOS war mit knapp 600 ms TTFB mit Abstand am langsamsten.
Test 2: Nitro.RS, eine echte und schwere Seite
Spannender ist, was passiert, wenn eine richtige Seite mit Elementor und Plugins läuft:
- Vultr HF (Ploi) TTFB: 244 ms Ladezeit: 677 ms
- Raidboxes TTFB: 300 ms Ladezeit: 810 ms
- Hetzner CPX11 (Ploi) TTFB: 475 ms Ladezeit: 948 ms
- Hetzner CCX13 (Ploi) TTFB: 488 ms Ladezeit: 962 ms
- Kinsta TTFB: 503 ms Ladezeit: 1.039 ms
- Netcup (Cache aktiv) TTFB: 540 ms Ladezeit: 1.102 ms
- Cloudways TTFB: 738 ms Ladezeit: 1.196 ms
- All-inkl TTFB: 773 ms Ladezeit: 1.386 ms
- Ethernetservers TTFB: 1.278 ms Ladezeit: 2.305 ms
- IONOS TTFB: 1.448 ms Ladezeit: 2.001 ms
An der Spitze ändert sich nichts: Vultr und Raidboxes führen auch mit der vollen Seite. In der Mitte tauschen ein paar Plätze, die Hetzner-Server ziehen an Kinsta und dem kleinen Cloudways-Server vorbei. Am Ende landen alle klassischen Shared-Hoster außer Netcup, und IONOS bleibt das Schlusslicht.
So habe ich gemessen
- Zwei Installationen pro Hoster: ein leeres WordPress mit Standard-Theme und ein Klon von Nitro.RS mit Elementor, SEO-Plugin und allen Inhalten.
- Pro Hoster ein Kaltstart und danach zehn Aufrufe. Im Diagramm steht der Mittelwert der zehn Aufrufe.
- Gemessen ohne Seiten-Cache, damit der Server zeigt, was er kann. Die Ausnahme ist Netcup, siehe oben.
- Getestet habe ich Einstiegstarife: bei Raidboxes den Starter-Tarif, bei Kinsta den Single-Plan, bei Cloudways den kleinsten DigitalOcean-Server für 14 US-Dollar.

Shared Webhosting für Einsteiger
Klassisches Shared Hosting ist ein Paket aus einer Hand: etwas Speicherplatz, ein Anteil an den Server-Ressourcen, meist Domains und E-Mail-Postfächer inklusive, aber kein direkter Zugriff auf den Server. Für einen kleinen Blog, eine Vereinsseite oder ein Hobbyprojekt reicht das, vor allem weil sich solche Seiten gut cachen lassen.
Netcup: meine Wahl für kleine Budgets
Netcup habe ich schon in meinen Tutorials zum Aufbau einer Affiliate-Website als günstigen und soliden Hoster vorgestellt. Los geht es bei 2,17 € im Monat inklusive Mehrwertsteuer. Ich selbst nutze den Tarif „EiWoMiSau“, kurz für eierlegende Wollmilchsau: Für 5,19 € im Monat gibt es 250 GB Speicher, 20 .de-Domains und 500 E-Mail-Adressen. Für Backup-Hosting, viele kleine Projekte oder das Testen von Affiliate-Ideen bekommst du hier sehr viel für dein Geld.

Verwaltet wird an zwei Stellen: Im Kundenportal liegen Verträge, Rechnungen und Domains, die Websites selbst verwaltest du in einem abgespeckten Plesk-Panel. Das ist nicht ganz so reibungslos wie bei den Cloud-Hostern, wirkt aber deutlich frischer als bei All-inkl. Mit dabei ist ein WordPress-Toolkit mit Updates, Plugin-Verwaltung und Hinweisen auf Probleme.

Vorteile
- Sehr günstig, ab 2,17 € im Monat
- EiWoMiSau mit 20 .de-Domains und 250 GB Speicher für 5,19 €
- E-Mail-Postfächer inklusive
- Übersichtliches Panel mit WordPress-Toolkit
Nachteile
- Zwei getrennte Portale für Vertrag und Hosting
- Erster Aufruf nach einer Pause dauert rund 1,5 Sekunden
- Caching ließ sich im Test nicht abschalten
All-inkl: kann alles, sieht aber altbacken aus
All-inkl gibt es gefühlt schon ewig, und am Backend hat sich in der Zeit offenbar wenig verändert. Getestet habe ich das kleinste Paket im kostenlosen Testmonat.

Die Verwaltung ist zweigeteilt: Verträge und Domains liegen in der MembersArea, das Hosting-Paket selbst steuerst du im KAS, der technischen Verwaltung. Bis ich mich durch die Menüs gefunden hatte, hat es ehrlich gesagt lange gedauert. Da konfiguriere ich fast lieber einen Server selbst. Funktional fehlt aber nichts: E-Mail-Hosting, Domains, Subdomains, ein Webbaukasten und ein Installer für WordPress und andere CMS.

Bei der Performance lag All-inkl im Browser bei rund 0,75 Sekunden Generierungszeit für die Startseite. Für eine ungecachte WordPress-Seite ist das in Ordnung, mit Cache ginge da noch einiges.
Vorteile
- Alles dabei: E-Mail, Domains, Subdomains, CMS-Installer
- Keine Mindestvertragslaufzeit, Testmonat kostenlos
- Solide Performance für Shared Hosting
Nachteile
- Sehr altbackene, verschachtelte Verwaltung
- Vertrag und Technik in getrennten Bereichen
Ethernetservers: cPanel und LiteSpeed, aber in UK
Ethernetservers ist der Exot im Test, ein eher unbekannter Anbieter, bei dem ich noch ein älteres Paket hatte. Das Besondere ist cPanel: ein Control Panel, das sehr viel kann, bei deutschen Hostern aber kaum verbreitet ist. Mit dabei sind ein WordPress-Manager und der Softaculous-Installer, mit dem sich gefühlt jede PHP-Software installieren lässt.

Als Webserver läuft LiteSpeed, der gern als besonders performant beworben wird. Ohne Cache war davon wenig zu spüren: Die Seite brauchte beim ersten Aufruf rund 1,5 Sekunden und auch danach 1,2 bis 1,6 Sekunden. Ein Teil davon geht auf die Latenz, denn mein Paket liegt in Großbritannien.
Vorteile
- cPanel mit sehr großem Funktionsumfang
- Softaculous-Installer und WordPress-Manager
- Günstig, mehrere Websites schon im kleinsten Tarif
Nachteile
- Standort UK bringt zusätzliche Latenz
- Ohne Cache 1,2 bis 1,6 Sekunden Ladezeit
IONOS: bekannt, aber im Test das Schlusslicht
IONOS ist einer der bekanntesten Hoster in Deutschland. Einen eigenen Zugang hatte ich nicht, die Testseite lief auf dem klassischen Webhosting-Paket eines Freundes. Auf dem Papier bekommst du für 6 bzw. 11 € im Monat viel: reichlich Speicher, E-Mail-Adressen, 1-Klick-WordPress und SSL-Zertifikat.

Aufpassen solltest du bei der eigenen WordPress-Hosting-Sparte von IONOS: Dort bekommst du zu ähnlichen Preisen deutlich weniger Speicherplatz und kannst nur eine Website betreiben. Ob die Performance dort besser ist, habe ich nicht getestet.
In beiden Tests war IONOS der langsamste Anbieter. Während der Aufnahme brauchte die Seite beim ersten Aufruf 10, später sogar 17 Sekunden, bevor sie sich bei 2 bis 3 Sekunden einpendelte.
Vorteile
- Viele Ressourcen und E-Mail inklusive
- Bekannter Anbieter mit 1-Klick-WordPress
Nachteile
- Langsamster Hoster in beiden Tests
- Lockpreise, danach deutlich teurer
- Verwirrend: eigene WordPress-Tarife mit weniger Speicher und nur einer Website
Managed Cloud Hosting für Business-Websites
Hier kostet das Hosting eher 20 € als 2 € im Monat. Dafür bekommst du feste Ressourcen, einen auf WordPress optimierten Stack und, das war im Test der entscheidende Punkt, deutlich mehr Leistung. Ein E-Mail-Postfach ist bei diesen Anbietern nicht inklusive. Viele nutzen dafür ohnehin Google Workspace oder Microsoft Exchange, es gibt aber auch E-Mail-Hosting ab etwa 1 € pro Postfach. Getrennte Anbieter für Web und Mail machen einen späteren Umzug außerdem einfacher.
Raidboxes: Testsieger unter den Managed-Hostern
Bei Raidboxes habe ich eine kostenlose Demo-Box mit dem Starter-Tarif angelegt. Die Ressourcen stehen transparent im Tarif, was ich fair finde. Teuer wird es beim Speicherplatz: Im Starter sind 10 GB SSD enthalten, auch die größeren Tarife legen nicht viel drauf, und zusätzlicher Speicher kostet schnell richtig Geld. Für Seiten mit vielen Medien, Backups und Daten solltest du das einplanen.

Jede Website lebt in einer eigenen Box. Darin kannst du praktisch alles: SFTP, direkter Zugriff auf die MySQL-Datenbank, sogar SSH. Die Einschränkung ist eine Website pro Box, dazu höchstens eine Staging-Umgebung. Auch wenn zehn kleine Seiten problemlos in die 10 GB passen würden: Wer viele kleine Projekte hostet, zahlt hier schnell viel.

Positiv überrascht hat mich die Performance. Der Kaltstart dauert etwas länger, danach reagiert die Seite für eine WordPress-Installation sehr flüssig. In beiden Tests lag Raidboxes direkt hinter dem Vultr-Server und damit vor allen Hetzner-Instanzen und vor Kinsta. Ein E-Mail-Postfach gibt es nicht inklusive, Raidboxes bietet es aber selbst an: drei Postfächer kosten 3 € im Monat.
Vorteile
- Sehr gute Performance, Platz 2 in beiden Tests
- Serverstandort Deutschland, Support-Chat von 8 bis 22 Uhr
- Transparente Ressourcen, SFTP, SSH und Datenbankzugriff
- Kostenloser WordPress-Umzug
Nachteile
- Nur eine Website pro Box
- Wenig Speicher, Zusatzspeicher ist teuer
- E-Mail kostet extra
Cloudways: mehrere Websites auf einem Server
Cloudways verfolgt ein anderes Konzept und gehört inzwischen zu DigitalOcean. Du mietest über Cloudways einen Server bei einem der großen Cloud-Anbieter und bekommst eine Verwaltungsoberfläche dazu, zu einem höheren Preis, als wenn du den Server direkt mietest. In den kleinen Plänen sind die Preise trotzdem wettbewerbsfähig, du weißt genau, welche Ressourcen du bekommst, und kannst flexibel hoch- und herunterskalieren.

Das Backend ist technischer als bei Raidboxes oder Kinsta: Du verwaltest Server und darauf Anwendungen. Genau das gefällt mir, denn auf einem Server darfst du mehrere WordPress-Seiten oder auch andere Anwendungen betreiben, solange die Ressourcen reichen. Harte Besucherlimits gibt es nicht.

Getestet habe ich den Basisplan auf DigitalOcean für 14 US-Dollar. Im Browser brauchte die Seite aus dem Kalten rund 780 Millisekunden, nach mehreren Aufrufen etwa 0,4 Sekunden. Bei der leeren Installation lag der kleine Server in der Messung knapp hinter Raidboxes, mit der vollen Nitro.RS-Seite aber nur im Mittelfeld. Mit einem größeren Plan ginge sicher mehr.
Der Haken zeigt sich in den größeren Plänen. Ein Vultr-High-Frequency-Server mit 2 Kernen und 4 GB RAM kostet über Cloudways 50 US-Dollar im Monat, direkt bei Vultr 24 US-Dollar. Du zahlst für das Panel also mehr als das Doppelte. Bei den kleinsten Paketen sind 5 bis 10 Dollar Aufpreis in Ordnung, bei vielen und größeren Servern summiert sich das.
Vorteile
- Mehrere Websites und Anwendungen pro Server
- Keine harten Besucherlimits
- Freie Wahl der Infrastruktur, flexibel skalierbar
Nachteile
- Technischere Oberfläche
- Aufpreis für das Panel wächst mit der Servergröße
- Kleinster Server bei der vollen Seite nur im Mittelfeld
Kinsta: schnell, aber teuer und mit harten Limits
Kinsta hat sich auf Managed WordPress Hosting spezialisiert und wird in vielen Tests für seine Performance gelobt. Das Unternehmen sitzt in den USA, was für manche aus Datenschutzgründen ein Thema ist. Das Rechenzentrum kannst du aber frei wählen, etwa Frankfurt, Latenzprobleme gibt es also nicht. Das Dashboard ist angenehm simpel: kein Springen zwischen Rechnungs- und Hostingverwaltung, Seiten anlegen und verwalten geht schnell.
Dann kommen die Punkte, die mich wirklich stören. Im Single-Plan darfst du genau eine Website hosten, auch wenn die Ressourcen für mehr reichen würden.

Außerdem sind 35.000 Besuche im Monat enthalten, jede weiteren 1.000 kosten 0,50 US-Dollar. Wenn du bedenkst, wie viele KI-Bots heute Seiten abgrasen, kann das bei etwas mehr Traffic schnell teuer werden. Für 30 bis 35 Dollar im Monat und eine einzige Seite ist das happig.

Der für mich mieseste Punkt: Kinsta sperrt gezielt Plugins, grundsätzlich alle Caching- und Backup-Plugins. Deshalb konnte ich meine Testseite nicht einmal mit All-in-One WP Migration umziehen. Kinsta begründet das mit der eigenen Performance-Optimierung. Ich finde es übergriffig, auf der eigenen WordPress-Seite so eingeschränkt zu werden.

Und die Performance? Gut, aber nicht signifikant besser als bei Raidboxes, die in Deutschland hosten und sogar etwas günstiger sind. In beiden Messungen lag Kinsta hinter Raidboxes.
Vorteile
- Aufgeräumtes, einfaches Dashboard
- Rechenzentrum frei wählbar, z. B. Frankfurt
- Gute Performance
Nachteile
- Nur eine Website im Single-Plan
- Besucherlimit mit Aufpreis
- Gesperrte Plugins, auch für Backup und Migration
- Teurer und im Test langsamer als Raidboxes
Eigener Server mit Panel für Profis
Die flexibelste Lösung, und bei vielen oder großen Servern auch die mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis: Du mietest Server direkt bei einem Cloud-Anbieter und verwaltest sie über ein Panel. So hoste ich aktuell praktisch alle meine Projekte.
Ploi: das Panel, mit dem ich meine Seiten hoste
Ploi ist kein Hosting, sondern ein Verwaltungspanel. Die Server-Ressourcen kaufst du selbst ein, etwa bei Hetzner oder Vultr, und verbindest sie mit Ploi. Ohne Panel müsstest du so einen Server komplett im Terminal einrichten. Mit Ploi bekommst du eine Oberfläche für deine Server, Backups, Status und Deployments.

Eine neue Seite legst du mit wenigen Klicks an. Voraussetzung ist, dass du die DNS-Einstellungen deiner Domain bearbeiten kannst und sie auf die IP-Adresse des Servers zeigt. Danach hostest du, was du willst: WordPress, Laravel, Node.js, aber auch reine PHP-Seiten oder kleine Python-Skripte.

Die WordPress-Installation selbst ist ein Klick und in wenigen Sekunden erledigt. Danach verwaltest du in Ploi die wp-config, Cronjobs und Caching-Optionen, und per SSH kommst du auf jeden Server.

Die Nachteile: Alles ist auf Englisch, und Support gibt es für das Panel, nicht für dein Hosting. Hast du ein Problem mit deiner Anwendung, bist du auf dich allein gestellt. Sobald du mehr als den kostenlosen Plan brauchst, etwa für Backups, kommen zum Server noch 13 € im Monat für Ploi Pro dazu. Je mehr Server du betreibst, desto weniger fällt das ins Gewicht, und verglichen mit dem Panel-Aufschlag bei Cloudways bist du bei vielen Servern deutlich günstiger.
Vorteile
- Volle Kontrolle und Root-Zugriff auf eigene Server
- Hostet fast alles: WordPress, Laravel, Node.js, PHP, Python
- Kostenlos für einen Server
- Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis bei vielen und großen Servern
Nachteile
- Nur auf Englisch
- Kein Support für deine Anwendung
- Technisches Grundwissen nötig, z. B. für DNS
Hetzner und Vultr: die Server dahinter
Wie schnell deine Seite mit Ploi ist, hängt vom Server dahinter ab. Ich habe deshalb drei Instanzen getestet:
| Server | Ausstattung | Preis pro Monat | TTFB leer | TTFB Nitro.RS |
|---|---|---|---|---|
| Hetzner* CPX11 | 2 vCPU (geteilt), 2 GB RAM | 5,18 € | 219 ms | 475 ms |
| Hetzner* CCX13 | 2 vCPU (dediziert), 8 GB RAM | 14,86 € | 151 ms | 488 ms |
| Vultr* High Frequency | 2 vCPU, 4 GB RAM | 24 $ | 73 ms | 244 ms |
Hetzner ist für günstige Cloud-Server bekannt, los geht es bei rund 4,50 € im Monat. Die günstigste getestete Instanz mit geteilter CPU kostet 5,18 €. Die dedizierte Instanz kostet fast das Dreifache, war im Browser aber kaum schneller. In der Messung mit der vollen Seite lagen beide gleichauf, nur bei der leeren Installation war die dedizierte Instanz vorn. Schneller als Raidboxes war keine von beiden.

Die High-Frequency-Server von Vultr mit Intel-Xeon-CPUs ab 3 GHz sind dagegen der König der Performance. Der Server für 24 US-Dollar mit 2 vCPUs und 4 GB RAM ist vergleichbar mit dem Raidboxes-Starter, hat aber deutlich mehr Speicher und vollen Root-Zugriff. Er war in beiden Tests der schnellste und noch einen Tick schneller als Raidboxes.

Fazit: Welcher WordPress-Hoster passt zu dir?
Für Einsteiger: Willst du nicht mehr als 5 € ausgeben und alles aus einer Hand, mit E-Mail-Postfach und Domain, nimm ein Shared Hosting. Welches genau, ist dann weniger wichtig, nur IONOS würde ich nicht nehmen. Ich finde Netcup sehr fair. Ein kleiner privater Blog oder eine Vereinsseite lässt sich gut cachen, die Performance fällt dann kaum ins Gewicht. Wichtiger sind Support und ein Panel, mit denen du klarkommst, und ein guter Preis. Steht deine Seite, brauchst du je nach eingesetzten Diensten noch ein Cookie-Banner. Dafür nutze ich das kostenlose Plugin Pressidium Cookie Consent.
Für Business-Websites und Shops: Wenn du geschäftlich eine Website oder sogar einen Onlineshop betreibst, würde ich Shared Hosting gar nicht erst in Betracht ziehen. Filter, Warenkorb und Checkout lassen sich nicht einfach statisch cachen, und niemand wartet drei Sekunden darauf, dass der Warenkorb lädt. Für eine einzelne Seite würde ich klar zu Raidboxes greifen: Hosting in Deutschland, Support und sehr gute Leistung fürs Geld. Willst du mehrere Seiten hosten und etwas mehr Freiheit, schau dir Cloudways an. Kinsta fand ich nicht attraktiv.
Für Profis: Kennst du dich technisch aus, ist Ploi mit eigenen Servern die flexibelste und bei vielen Servern günstigste Lösung. Für maximale Performance nimm einen Vultr-High-Frequency-Server, Hetzner ist die günstigere Alternative.
Häufige Fragen
Welcher WordPress-Hoster war im Test am schnellsten?
Ein Vultr-High-Frequency-Server, verwaltet mit Ploi: 73 ms TTFB bei der leeren Installation und 244 ms mit der vollen Nitro.RS-Seite. Unter den Managed-Hostern lag Raidboxes mit 100 bzw. 300 ms vorn.
Was ist die TTFB?
Die Time to First Byte ist die Zeit, bis der Server die erste Antwort liefert. Bei WordPress steckt darin vor allem die Arbeit von PHP und Datenbank, bevor die fertige Seite verschickt wird. Deshalb ist sie ein guter Vergleichswert dafür, wie viel Leistung ein Hosting tatsächlich hat.
Reicht Shared Hosting für WordPress?
Für einen kleinen Blog, eine Vereinsseite oder ein Hobbyprojekt ja, vor allem mit Caching. Für Business-Websites und Shops mit Filtern, Warenkorb und Checkout empfehle ich Managed Cloud Hosting oder einen eigenen Server.
Ist bei Managed WordPress Hosting ein E-Mail-Postfach dabei?
Bei den getesteten Managed-Hostern nicht. Raidboxes bietet Postfächer gegen Aufpreis an, ab 3 € im Monat für drei Postfächer. Alternativ nutzt du einen separaten E-Mail-Anbieter, was einen späteren Hosting-Wechsel einfacher macht.
Wie finde ich heraus, ob sich ein Wechsel lohnt?
Installiere ein leeres WordPress auf einer Subdomain deines aktuellen Hostings und vergleiche die TTFB mit den Werten aus Test 1. So siehst du schnell, wo dein Paket steht.